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Unter dem bekannten Motto „Optimismus statt Krisenstimmung“ zeigt der Diakonieladen am 22. Januar den Film „Niemals allein, immer zusammen“ von Joana Georgi. Der Film erzählt berührend und ermutigend von Gemeinschaft, Solidarität und dem Mut, gemeinsam neue Wege zu gehen.
Wann? Donnerstag, 22. Januar, Einlass 18:30 Uhr, Filmstart 19:00 Uhr - Wo? Diakonieladen, Hindenburgstraße 4, 73230 Kirchheim unter Teck
Kosten? Der Eintritt ist frei! In gemütlichem Ambiente ist für kleine Snacks, Popcorn und alkoholfreie Getränke selbstverständlich gesorgt! Anmeldung per E-Mail an: agenda@kirchheim-teck.de
Auf der Website „Neue Visionen“ heißt es über den Film „Niemals allein, immer zusammen“:
„Für ihren Dokumentarfilm NIEMALS ALLEIN, IMMER ZUSAMMEN begleitet die Filmemacherin Joana Georgi fünf Berliner Aktivist*innen ein Jahr durch ihren Alltag.
Quang, Patricia, Simin, Zaza und Feline sind jung, idealistisch und organisiert. Sie engagieren sich bei „Fridays for Future“, „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“, kämpfen in der Berliner Krankenhausbewegung für bessere Care-Arbeit und setzen sich für die Aufarbeitung rassistisch motivierter Gewalt ein. Sie kümmern sich um die Community, machen politische Kunst und mischen Social Media auf. Mittels Instagram, TikTok und YouTube sind sie global vernetzt und bringen ihre Ideen in die Smartphones und die Herzen ihrer Altersgenossen. In einer zunehmend gespaltenen und polarisierten Welt zeigen sie Wege aus der politischen Lethargie und repräsentieren eine neue Generation, die ihre Stimme erhebt, um befreit von Denkverboten und dogmatischen Altlasten für eine gerechtere Zukunft einzustehen."
Was tun gegen Rechtsextremismus? Ansätze, Akteure, Perspektiven.
Prof. Dr. Léonie de Jonge (Universität Tübingen) hält am Donnerstag, 29. Januar um 19.00 Uhr in der Christuskirche (Hindenburgstr. 46) einen Vortrag mit dem Titel „Was tun gegen Rechtsextremismus? Ansätze, Akteure und Perspektiven.“
Ausgangspunkt der Veranstaltung, ist die herausfordernde Lage, in der sich die Demokratie in Deutschland, Europa, den Vereinigten Staaten und vielen anderen Ländern der Welt befindet. Vielfach-Krisen und die weltweite Zunahme autoritärer Politikmodelle untergraben die mühsamen Prozesse demokratischer Kompromiss- und Konsensfindung.
Seriöse wissenschaftliche Untersuchungen sind besorgniserregend: In einer Langzeituntersuchung vom Dezember 2018 bis zum Dezember 2023 kommt das Forschungsinstitut pollytix zur Feststellung, dass fast die Hälft der wahlberechtigten Bevölkerung der Politik in der nicht zutraut, die Probleme der Zukunft zu bewältigen. Mehr als ein Drittel ist der Ansicht, dass das demokratische System in Deutschland nicht gut funktioniert. Laut der seriösen Mitte-Studie 2022/23 hatte nur noch gut die Hälfte der Bevölkerung Vertrauen in das Funktionieren der Demokratie. Die Jugendstudie 2025 der TUI-Stifung besagt u.a., dass rund ein Viertel der Bevölkerung – besonders jüngere Menschen – die Demokratie nicht mehr für die beste Staatsform hält.
Die Sehnsucht nach einfachen hierarchischen Macht- und Entscheidungsstrukturen verstärkt die Anziehungskraft rechtspopulistischer und -extremer Politikangebote. Diese greifen reale, ungelöste und drückende politische Probleme auf, reduzieren komplexe Ursachen auf ein Freund-Feind-Schema und präsentieren vermeintlich einfache Lösungen. Mit gezielter Dramatisierung und Emotionalisierung schüren sie ein Gefühl akuter Bedrohung. In Teilen der jüngeren Bevölkerung ist „rechtsextrem“ wieder „angesagt“. Triggerthemen wie Migration, Gender, Klimaschutz oder sexuelle Vielfalt werden von Rechtsaußen erfolgreich mit Emotionen wie Hass, Wut und Angst besetzt. Vor allem durch ihre Präsenz auf Plattformen wie Instagram und TikTok sprechen rechte Akteure junge Zielgruppen sehr erfolgreich an.
Die Aktiven im Kirchheimer Bündnis für Demokratie und Menschenrechte wollen mit der Veranstaltung „Was tun gegen Rechtsextremismus? Ansätze, Akteure und Perspektiven.“ in dieser herausfordernden Lage mehr Klarheit, Orientierung und Optimismus erzeugen.
Prof. Dr. Léonie de Jonge hat zum 1. Januar 2025 die politikwissenschaftliche Professur für Rechtsextremismusforschung mit dem Schwerpunkt „Politische Akteure und Ideologien“ angetreten. Sie beschäftigt sich u.a mit rechtsextremen Akteuren ( insbesondere politischen Parteien, Organisationen und Netzwerken), rechtsextremen Weltanschauungen und der Förderung einer resilienten Demokratie.
Weitere Informationen zu Leonie de Jonge und zu den Vorträgen des Studium Generale an der Universität Tübingen im Wintersemester 2025/26 zum Thema "Die Extreme Rechte auf dem Vormarsch ..."
Podiumsgespräch zur Landtagswahl 2026 – Baustelle Bildung- was liegt an – wer packt an?
Podium: Andrea Lindlohr, Bündnis 90/Die Grünen; Andreas Deuschle; CDU, Nikolas Fink, SPD; Tobias Wirth, FDP; Catrin Spickermann, GEB – Moderation: GEW.
Veranstaltung der GEW Esslingen-Nürtingen und des Gesamtelternbeirats Esslingen (GEB) in Kooperation mit dem Evangelisches Bildungswerk Kreis Esslingen und der Katholischen Erwachsenenbildung Kreis Esslingen
Kontakt: H. Dörr, Müllerweg 34, 73274 Notzingen – hans_doerr@gmx.de

Infostand zur Landtagswahl: Demokratie wählen
Im Grundlagentext unseres Bündnisses heißt es unter 2 (1): „Um unsere Demokratie und die in unserem Grundgesetz garantierten Menschenrechte zu bewahren, braucht es den Schulterschluss aller Demokratinnen und Demokraten…. Wir verteidigen die Grundwerte unserer Demokratie und erheben gemeinsam unsere Stimme gegen alle Bestrebungen, diese auszuhöhlen und abzuschaffen.“
Aus diesem Grund stehen wir am 7. Februar – gemeinsam mit den „Omas gegen Rechts“ ab 10.00 Uhr am Rossmarkt und fordern die Passantinnen und Passanten auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und nur Parteien zu wählen, die zweifelsfrei auf dem Boden der demokratischen Grundordnung stehen.
Zur Wahl steht auch die AfD Baden-Württemberg.
Sie wird seit 2022 vom Landesamt für Verfassungsschutz als extremistischer Verdachtsfall eingestuft.
Im aktuellen Verfassungsschutzbericht (für das Jahr 2024) heißt es zur AfD:
„In der AfD BW vertreten extremistische Kräfte ein ethnisch-homogenes Volksverständnis, das im Widerspruch zur Garantie der Unantastbarkeit der Menschenwürde nach Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz und den Diskriminierungsverboten nach Art. 3 Abs. 3 Grundgesetz steht. Es existieren Anhaltspunkte, dass diese Kräfte die Diskriminierung und rechtliche Benachteiligung bestimmter Personengruppen anstreben, darunter deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund oder Personen muslimischen Glaubens.“
Mitglieder und Führungspersonen der baden-württembergischen AfD vertreten nach Auffassung des Verfassungsschutzes auch „verschwörungsideologische Inhalte mit demokratiefeindlichen Elementen“.
Zudem wurden laut dem Bericht „zahlreiche verfassungsfeindliche Positionen verzeichnet“.