Film: Sieben Winter in Teheran

Ort: Kommunales Kino Kirchheim Max-Eyth-Str. 1

 

Film: Sieben Winter in Teheran

Weltweit findet am 30. November die Aktion „Cities for Life – Städte gegen die Todesstrafe“ statt. Wie in den vergangenen Jahren wird sich die Kirchheimer Gruppe von Amnesty International zusammen mit der Stadt Kirchheim, der Evangelischen Kirchengemeinde Kirchheim, dem Bündnis für Demokratie und Menschenrechte Kirchheim und weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen dieser Aktion anschließen. Am Montag, 30. November 2026 von 17.00 bis 21.00 Uhr wird die Martinskirche in Kirchheim angestrahlt. Im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung zeigt das Kommunale Kino Kirchheim am Sonntag, 29. November um 17.00 Uhr den Film „Sieben Winter in Teheran“. Er erzählt von Kampf und Leiden der zum Tode verurteilten Iranerin Reyhaneh Jabbari.

Eintrittskarten gibt es hier.

Sieben Winter in Teheran – der Inhalt

Die Architekturstudentin Reyhaneh Jabbari wurde im Alter von 19 im Juli 2007 verhaftet und eineinhalb Jahre später zum Tode verurteilt. Angeklagt wurde sie, weil sie sich gegen ihren Vergewaltiger, einen angesehenen Chirurgen, zur Wehr setzte. Dieser hatte die als Inneneinrichterin jobbende junge Frau in seine Praxisräume gelockt und war auf sie losgegangen. Sie sah ein Küchenmesser auf dem Tisch liegen und stach zu. Weil Reyhaneh die Vergewaltigungsanschuldigungen nicht zurücknahm, nutzte dessen Familie das „Recht auf Blutrache“ und sorgte dafür, dass sie 2014 mit 26 Jahren gehängt wurde.

Regisseurin Steffi Niederzoll drehte diesen Film mit Unterstützung der Familie von Reyhaneh Jabbari – Mutter und Schwestern leben inzwischen im deutschen Exil, der Vater ohne Ausreisegenehmigung immer noch in Teheran. Aus Telefonaten, Briefen und Tagebüchern spricht Reyhaneh, die Bilder wurden teils heimlich von der Familie während ihrer Haft aufgenommen: Bilder, Erzähltes ergeben ein erdrückendes Porträt des Gewaltapparates im Iran. Ein Richterwechsel während des Prozesses sorgte dafür, dass Reyhanehs Chancen gleich zu Beginn schlecht stehen. Der Film thematisiert Aufenthalte im berüchtigten Evin-Gefängnis und Geschichten über Folter während der Haft mit Peitschenhieben und Schlafentzug.