Workshop "Ausgrenzung im Alltag - Ausgrenzung als Instrument und Ziel rechtsextremer Politik"
Antirassismustag am Ludwig-Uhland-Gymnasium am 17. März 2026
Im Februar 2026 erhielten wir als Bündnis für Demokratie und Menschenrechte die Einladung von Schulleiter Roll vom Ludwig-Uhland-Gymnasiums, beim Antirassismustag der Schule am 17. März 2026 mitzuwirken.
Wir – Hans Dörr, Martin Lempp, Monika Loh, Heinz Pötzl und Gerhard Schneider und - freuten uns, den 37 Schüler*innen der Stufe 9 das Bündnis für Demokratie vorstellen und dies mit dem Bündnis-Thema „Ausgrenzung“ verknüpfen zu können, das ins Themenspektrum eines Aktionstags gegen Rassismus passt. “ Nach der Schilderung unserer Motive für die aktive Mitarbeit im Bündnis stellten wir die Geschichte unseres Bündnisses vor. Die Verknüpfung zumThema „Ausgrenzung“ bietet die Präambel unseres Bündnis-Grundlagentextes. Dort heißt es u.a.: „Als demokratische Mehrheit bündeln wir unsere Kräfte und stellen uns gemeinsam gegen jegliche Form von Faschismus, Rassismus, Extremismus, Hass, Ausgrenzung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.
Ausgrenzung im Alltag – Ausgrenzung als Ziel und Instrument
Mit einem der Ziele des Bündnisses, dem Einsatz gegen Ausgrenzung, knüpften wir an die Alltagserfahrung der Schülerinnen und Schüler an. Sie beantworteten – per schriftlicher, anonymer Kärtchen-Notiz - die Frage, was sie selbst bisher zum Thema „Ausgrenzung“ gehört, gesehen und erlebt haben.
Im nächsten Arbeitsschritt vertieften die Schüler*innen in fünf Arbeitsgruppen die Thematik „Ausgrenzung im Alltag“. Sie machten sich Gedanken zum Ablauf, zu Orten und zu Beteiligten von Ausgrenzung. Weitere Aspekte waren Ursachen, Auswirkungen und Lösung von Ausgrenzungsproblemen. Die Auswertung der Gruppenarbeit wurde in Plakaten festgehalten und der Gesamtgruppe vorgestellt. Unser Plan sah vor, in einem weiteren Arbeitsschritt der Gruppenarbeit zu bearbeiten, wie rechtsextreme Gruppen Ausgrenzung als Instrument und Strategie für die Erreichung ihrer politischen Ziele nutzen. Es stellte sich aber heraus, dass diese Fragestellungen innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens in keiner der Gruppen bearbeitet werden konnten.
Wie Rechtsextreme Social Media nutzen, um zu rekrutieren
Nach einer längeren Pause wandten wir uns dem zweiten Schwerpunkt des Workshops zu: dem Thema „Social Media“. Ausgangspunkt war ein fünfminütiger Ausschnitt aus einem WDR-Video vom 8.11.2025 „Wie Rechtsextreme Social Media nutzen, um zu rekrutieren“. Im anschließenden Plenumsgespräch erörterten wir die Fragen, die im Video angesprochen wurden: Nutzung von Social media; rassistische, antisemitische oder anderen menschenfeindliche Aussagen in Social Media; Normalisierung und Gewöhnung durch harmlose und humoristische Verpackung von ausgrenzenden Inhalten; nicht sofort erkennbare versteckten Botschaften, die harmlos wirken und und zigfach gelikt und geteilt werden; eine große Bandbreite von Formaten, die Rechtsextreme nutzen, um Jugendliche anzusprechen (Musikvideos, Podcasts, Games etc.); Social Media als ein Einstieg für eine Radikalisierung; Push-Faktoren, die bewirken, dass Jugendliche anfällig sind für rechtsextreme Angbote: Ausgrenzung, Diskrimierung, Einsamkeit, Frust, Zukunftangst; Pull-Faktoren = Gründe, weshalb extremistische Gruppen anziehend auf Jugendliche wirken: das Versprechen von Gemeinschaft und Zugehörigkeit; gemeinsame Feindbilder).
Die Thematik „Social Media als Medium von Rechtsextremen“ wurde anschließend durch ein weiteres drei-Minuten-Video der ARD (Tagesschau-Redaktion) vom 9.2. 2024 vertieft: Rechtsextreme bei TikTok: Mit einem Swipe in den Köpfen der Jugendlichen.
Was können wir gegen Ausgrenzung und für Demokratie und Menschenrechte tun – einzeln und gemeinsam?
Wir besprachen, was jeder tun kann: sich aus verlässlichen Quellen informieren, sich mit anderen austauschen, sich für Politik interessieren, politisch aktiv werden und sich engagieren - in den Jugendorganisationen von demokratischen Parteien, in der Zivilgesellschaft (z.B. im Bündnis für Demokratie und Menschenrechte) oder bei Be Part.
Zum Schluss stellten wir das bundesweite Netzwerk „Schulen gegen Rassismus – Schulen mit Courage“ vor. Außerdem präsentierten wir die Kirchheimer Form der Jugendbeteiligung - BePart. Mehr Informationen zu BePart findet man auf der Website https://bepart-kirchheim.de.