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Kalender mit Veranstaltungsdetails

Mai 2026

Ausstellungseröffnung "Kein Land in Sicht - 10 Jahre zivile Seenotrettung"

Ausstellungseröffnung "Kein Land in Sicht - 10 Jahre zivile Seenotrettung"

Am Montag, 4. Mai 2026 um 18.00 Uhr wird im Kirchheimer Rathaus (Großer Sitzungssaal) die Fotoausstellung "Keine Land in Sicht - 10 Jahre zivile Seenotrettung" eröffnet. Nach einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader wird der Fotograph und Journalist aus seinem gleichnamigen Buch "Kein Land in Sicht - 10 Jahre zivile Seenotrettung" lesen. Anschließend laden die Veranstalter - ein Projektbündnis aus AK Asyl, Amnesty International, Bündnis für Demokratie und Menschenrechte Kirchheim u. Teck, CHAI Zentrum für Menschen mit Migrationsvorsprung – Schwerpunkt Flucht in Kirchheim unter Teck, Diakonie, DGB - zu einem Gang durch die Ausstellung mit Chris Grodotzki und einem kleinen Imbiss ein.

Informationen zur Ausstellung und zum Buch von Chris Grodotzki

Anfang des Sommers 2015, der als »Langer Sommer der Migration« in die Geschichte eingehen sollte, stach eine Gruppe von von Aktivisten und Aktivistinnen aus Deutschland von der Insel Lampedusa aus in See.

Sie hatten einen 100 Jahre alten Fischkutter zu einem provisorischen Rettungsboot umgebaut, um Flüchtenden und Migrantinnen und Migranten an der tödlichsten Grenze der Welt zu Hilfe zu eilen.

Sea-Watch nannten sie ihr Boot und ihre Organisation. Anfangs von vielen belächelt, sollten sie bald beweisen, dass man weder eine staatlich geführte Küstenwache noch eine global agierende, finanzstarke NGO sein muss, um auf See Leben zu retten. Eineinhalb Jahre später kreuzten zwischen Libyen, Italien und Malta dreizehn zivile Rettungsschiffe und unterstützten über 46.000 Menschen auf ihrer lebensgefährlichen Reise nach Europa.

Im Jahr 2019 konfrontierte diese zivile Flotte den rechtsradikalen italienischen Innenminister Matteo Salvini, der »seine« Häfen für Geflüchtete geschlossen hatte. Sea-Watch stand erneut an vorderster Front dieser ideologischen Seeschlacht und wurde weltweit bekannt, als Kapitänin Carola Rackete nach einem zweiwöchigen Stand-Off im Sommer 2019 trotz Salvinis Hafenblockade in Lampedusa einlief.

Seitdem hat sich die politische Situation für Migrantinnen und Migranten und Solidaritätsarbeiter weiter verschlechtert: Die Europäische Union hat in Libyen ein Haftsystem für Flüchtende eingerichtet und führt einen Verwaltungskrieg gegen Seenotretter.

 Der Fotograf und Journalist Chris Grodotzki hat die zivile Seenotrettung seit 2015 begleitet. Nachdem er jahrelang für namenhafte Medien über Umweltkonflikte und das europäische Grenzregime berichtet hatte, schloss er sich Sea-Watch an, wurde Medienkoordinator, Organisationssprecher, Seefahrer und zuletzt Einsatzleiter an Bord der Sea-Watch 5. Nach seinem Abschied aus dem aktiven Dienst, 2022, veröffentlichte er 2025 die erste Chronik der Bewegung: »Kein Land in Sicht« (Mandelbaum, 2025).

Die gleichnamige Fotoausstellung, die erstmalig im DGB-Haus Stuttgart zu sehen war, blickt ebenfalls aus einer teilnehmenden Perspektive zurück auf 10 Jahre zivile Seenotrettung im zentralen Mittelmeer: auf Schiffe mit klingenden Namen – Sea-Watch 3, Mare Jonio, Lifeline & Iuventa – die nicht nur Menschen Zuflucht boten, sondern auch der Utopie universeller Bewegungsfreiheit; auf hunderttausende menschliche Begegnungen auf hoher See, Überlebenskämpfe und Freudentaumel, Freundschaft, Trauer und Wut.

Eventliste

Film: Kein Land für Niemand

Film: Kein Land für Niemand

Vom 13. bis zum 30. März 2026 beteiligt sich Kirchheim unter Teck an den Internationalen Wochen gegen Rassismus Unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ setzt die Stadt gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern ein klares Zeichen.

In diesem Rahmen wird am Montag, 23. März um 19.00 Uhr im Kommunalen Kino Kirchheim (Max-Eyth-Str. 1)  der Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand" gezeigt.

Die Dokumentation begleitet eine Rettungsmission im Mittelmeer, zeigt die katastrophalen Zustände in Lagern für Geflüchtete und gibt Menschen eine Stimme, die den lebensgefährlichen Weg nach Europa überlebt haben. Gleichzeitig blickt der Film auf die politische und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland: Ein erstarkender Rechtspopulismus prägt den Diskurs. Flucht und Migration werden zunehmend kriminalisiert, und humanitäre Hilfe gerät unter Druck.

Deutschland gibt hier immer wieder den Takt vor und Europa zieht nach. Durch exklusive Interviews mit Wissenschaftlerinnen, politischen Entscheidungsträgerinnen und Aktivist*innen hinterfragt „Kein Land für Niemand“ die aktuellen Narrative über Flucht und Migration und beleuchtet die Mechanismen, mit denen Angst und Populismus die politische Agenda bestimmen. Wie konnte es so weit kommen? Und welche Alternativen gibt es zu einem Europa, das sich immer weiter abschottet?

Weitere Infos zum Programm der Internationalen Wochen gegen Rasssismus in Kirchheim u. T.

Vortrag "Die AfD wird stärker – auch in Baden-Württemberg. Wie gehen wir damit und mit der AfD um? AfD-Verbot – pro - contra"

Prof. Dr. jur. Markus Ogorek referiert zum Thema „Die AfD wird stärker – auch in Baden-Württemberg. Wie gehen wir damit und mit der AfD um? AfD-Verbot – pro – contra.

Prof. Markus Ogorek hat sich als Staatsrechtlicher intensiv mit der AfD auseinandergesetzt.

Sein Gutachten zum AfD-Verbot wurde im Sommer 2025 vor allem medial und politisch rezipiert, insbesondere im Kontext der Debatte um ein mögliches Parteiverbotsverfahren auf Grundlage des damals neuen Verfassungsschutzgutachtens zur AfD.​

Öffentlich diskutiert wurde Ogoreks Untersuchung insbesondere ab August 2025, als große Medien wie Spiegel, Tagesschau, Tagesschau.de, Tagesspiegel sowie ausländische Angebote aus dem Gutachten zitierten und es einordneten.​

Die Berichterstattung zeichnet Ogoreks Gutachten überwiegend als sachlich‑juristische Bestandsaufnahme: Es bescheinigt eine tragfähige Basis für ein Verbotsverfahren, betont aber zugleich die hohen Hürden und die Notwendigkeit sorgfältiger Beweisführung und politischer Abwägung.​

Ogorek wird dabei weder als plakativer „Verbotsbefürworter“ noch als Gegner eines Verbots dargestellt, sondern als Staatsrechtler, der empfiehlt, die verwaltungsgerichtlichen Verfahren zur Einstufung der AfD abzuwarten und parallel eine mögliche Antragstellung (Bundestag/Bundesrat/Bundesregierung) technisch-juristisch vorzubereiten.​

Prof. Dr. jur. Markus Ogorek ist stellvertrender Direktor der Adenauer School of Government, Direktor des Instituts für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre der Universität Köln und Leiter der Forschungsstelle Nachrichtendienste.

Weitere Informationen: s. Veröffentlichungen im SPIEGEL, in der ARD, im ZDF, im Verfassungsblog etc.

Vortrag vor Schülerinnen und Schülern "Die AfD wird stärker Wie gehen wir damit um? AfD-Verbot – pro - contra"

Prof. Dr. jur. Markus Ogorek referiert zum Thema „Die AfD wird stärker – auch in Baden-Württemberg. Wie gehen wir damit und mit der AfD um? AfD-Verbot – pro – contra.

Prof. Markus Ogorek hat sich als Staatsrechtlicher intensiv mit der AfD auseinandergesetzt.

Sein Gutachten zum AfD-Verbot wurde im Sommer 2025 vor allem medial und politisch rezipiert, insbesondere im Kontext der Debatte um ein mögliches Parteiverbotsverfahren auf Grundlage des damals neuen Verfassungsschutzgutachtens zur AfD.​

Öffentlich diskutiert wurde Ogoreks Untersuchung insbesondere ab August 2025, als große Medien wie Spiegel, Tagesschau, Tagesschau.de, Tagesspiegel sowie ausländische Angebote aus dem Gutachten zitierten und es einordneten.​

Die Berichterstattung zeichnet Ogoreks Gutachten überwiegend als sachlich‑juristische Bestandsaufnahme: Es bescheinigt eine tragfähige Basis für ein Verbotsverfahren, betont aber zugleich die hohen Hürden und die Notwendigkeit sorgfältiger Beweisführung und politischer Abwägung.​

Ogorek wird dabei weder als plakativer „Verbotsbefürworter“ noch als Gegner eines Verbots dargestellt, sondern als Staatsrechtler, der empfiehlt, die verwaltungsgerichtlichen Verfahren zur Einstufung der AfD abzuwarten und parallel eine mögliche Antragstellung (Bundestag/Bundesrat/Bundesregierung) technisch-juristisch vorzubereiten.​

Prof. Dr. jur. Markus Ogorek ist stellvertrender Direktor der Adenauer School of Government, Direktor des Instituts für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre der Universität Köln und Leiter der Forschungsstelle Nachrichtendienste.

Weitere Informationen: s. Veröffentlichungen im SPIEGEL, in der ARD, im ZDF, im Verfassungsblog etc.